Warnungen, Vorgaben und Hinweise für Fahrer
Was MOSI an einem Auftrag prüft, welche Warnungen es gibt, wie aus Kunde, Orten und Material die geltenden Vorgaben entstehen und in welcher Reihenfolge die Hinweise für Fahrer stehen.
Stand: 26. Oktober 2026
Warnen statt aufhalten
MOSI prüft jeden Auftrag bei jeder Änderung. Fast alles, was nicht passt, ist eine Warnung: Der Auftrag wird gespeichert, ein Symbol zeigt das Problem, und du entscheidest, ob du etwas änderst. Die Disposition kann bewusst abweichen, etwa wenn ein Werk ausnahmsweise am Samstag annimmt.
Gesperrt wird nur, wo ein Auftrag nicht sein darf, etwa bei einem gesperrten Kunden oder einem Ladewerk ohne die Rolle Ladestelle. Diese Fälle stehen im Artikel „Einen Auftrag anlegen“.
Wo du Warnungen siehst
- Spalte „Hinweise“
- Ein Warndreieck, der Tooltip nennt alle Warnungen. Die Spalte blendest du über „⋯“ → „Spalten“ ein. Gelb heißt Warnung, rot heißt: dem Fahrer fehlt ein Pflicht-Nachweis.
- Karte „Auftrag im Fokus“
- Markiere die Zeile. Rechts oben stehen alle Warnungen untereinander, jeweils mit Herkunft wie „vom Kunden“ oder „vom Lieferwerk“.
- Zellen
- Manche Warnungen zeigen sich direkt an der Zelle: ein Marker an der Lieferschein-Nr., ein Schild am Fahrer, ein Hinweis in der Spalte „Preis“.
Die Warnungen
- Kunde gesperrt
- Der Kunde wurde nach dem Anlegen des Auftrags gesperrt. Neue Aufträge für ihn lässt MOSI gar nicht zu.
- Kunde über Kreditlimit
- Offene Posten und noch nicht abgerechnete Aufträge mit Preis liegen über seinem Kreditlimit. Beträge zeigt die Warnung nicht. Entfällt, wenn die Organisation das Kreditlimit unter Verwaltung → Organisation → Finanzen ausgeschaltet hat.
- Referenz des Kunden fehlt
- Am Kunden ist die Referenz als Pflicht eingestellt, am Auftrag fehlt sie.
- Referenz passt nicht zum Muster
- Die Referenz hat nicht das Format, das der Kunde vorgibt. Die Warnung nennt ein Beispiel.
- Material gehört nicht zu dieser Transportart
- Das Material ist für eine andere Transportart angelegt als die am Auftrag.
- Werk geschlossen
- Lieferwerk oder Ladewerk hat am Liefertag einen Schließtag oder an diesem Wochentag keine Zeiten, etwa „Betonwerk Nord samstags geschlossen“.
- Lieferzeit außerhalb der Annahmezeiten
- Die Uhrzeit in „Von“ liegt außerhalb der Annahmezeiten des Lieferwerks an diesem Tag.
- Baustelle endet am …
- Das Lieferwerk ist eine Baustelle, deren Zeitraum vor dem Liefertag endet.
- Lieferschein … gibt es schon
- Dieselbe Lieferschein-Nr. steht an einem anderen Auftrag der Gesellschaft.
- Fahrer abwesend, ausgetreten oder nicht mehr aktiv
- Der Fahrer hat am Liefertag eine bestätigte Abwesenheit, ist zu diesem Tag ausgetreten oder hat keinen aktiven Zugang mehr.
- Nachweis fehlt
- Kunde, Orte oder Material verlangen einen Nachweis, den der Fahrer am Liefertag nicht hat, etwa eine gültige ADR-Bescheinigung.
- Kunde lässt keine Subunternehmer zu
- Der Auftrag liegt auf dem Fahrzeug eines Subunternehmers, der Kunde verlangt aber eigene Fahrer.
- Subunternehmer gesperrt oder Nachweis fehlt
- Der Subunternehmer ist seit einem Tag vor dem Liefertag gesperrt, oder ihm fehlt ein Pflicht-Nachweis bzw. er ist zum Liefertag abgelaufen.
- Tarif
- „Kein Tarif für diese Strecke“, „Tarif je t, der Auftrag hat eine andere Einheit“, „km fehlen (Preismatrix)“ oder „Außerhalb der Preismatrix“. Ohne Beträge, damit auch die Disposition es sieht.
- Nach der Rechnung erfasst
- Die Fuhre gehört zu einer Tagespauschale, deren Tag schon abgerechnet ist. Sie läuft mit 0 €.
- Auftrag am Dienstag, Von 13:30: keine Warnung
- Auftrag am Dienstag, Von 14:00: „Lieferzeit außerhalb der Annahmezeiten“
- Auftrag am Samstag, Von 08:00: „Betonwerk Nord samstags geschlossen“
Geprüft wird der Beginn des Zeitfensters. 14:00 gehört nicht mehr dazu.
„Kein Tarif für diese Strecke“ erscheint nur bei Kunden, die schon eine Preisliste haben. Hat ein Kunde gar keine, zeigt der Auftrag keinen Hinweis; die Abrechnung meldet ihn dann als ohne Preis.
Feiertage fließen in die Warnung „geschlossen“ derzeit nicht ein. Trag Feiertage, an denen ein Werk zu hat, als Schließtag am Ort ein, wenn du gewarnt werden willst.
Wie die geltenden Vorgaben entstehen
Kunde, Lieferwerk und Ladewerk können je Transportart Vorgaben haben, etwa Kompressor, Schlauchlänge, Zulassung oder Belege. Am Auftrag gilt je Vorgabe die strengere. MOSI zeigt sie in der Karte unter „Vorgaben“, jeweils mit Herkunft.
- Ja/Nein-Vorgaben
- Gilt, wenn eine Seite sie verlangt. Verlangt nur das Lieferwerk einen Kompressor, ist er nötig.
- Schlauchlänge
- Der größere Wert. Kunde 20 m, Lieferwerk 30 m: Es gilt 30 m.
- Belege, verbotene Vorladungen, Zulassungen
- Alles zusammen. Kunde verlangt Lieferschein, Lieferwerk Wiegeschein: Es gelten beide.
- Entladeart, Fahrzeugart
- Nur, was beide zulassen. Kunde nimmt Kran oder Mitnahmestapler an, das Lieferwerk nur Kran: Es gilt Kran.
- Zusatzfelder
- Der Wert am Ort, sonst der des Kunden.
Vom Ladewerk zählen nur Vorgaben, die beim Laden eine Rolle spielen. Entladeart, Kompressor, Pumpe und Schlauch gelten dort nicht. Vom Material kommen Gefahrgut (UN-Nummer und Klasse), Abfallschlüssel und „Sauberes Fahrzeug nötig“ dazu.
MOSI zeigt die Vorgaben an, prüft aber nicht, ob das gewählte Fahrzeug sie erfüllt. Hat ein Auftrag keine besonderen Vorgaben, steht in der Karte „Keine besonderen Vorgaben“.
Hinweise für Fahrer
Hinweise für Fahrer sammelt MOSI aus allen Stellen, an denen sie stehen, und zeigt sie in der Karte unter „Hinweise für Fahrer“ in dieser Reihenfolge:
- Kunde
Erst die allgemeinen, dann die für die Transportart.
- Lieferwerk
Allgemein, „beim Abliefern“ und für die Transportart.
- Ladewerk
Allgemein und „beim Laden“.
- Auftrag
Was in der Spalte „Hinweis für Fahrer“ steht.
In den Auftrag schreibst du deshalb nur, was für diese eine Fuhre gilt, etwa „Silo 2 statt Silo 3“. Was immer gilt, gehört an Kunde oder Ort.