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Bedarfe

Ein Bedarf sagt, was wann an die Baustelle soll oder von dort weg muss: Material, Menge, Ort und Termin. Wie du Bedarfe in der Tabelle erfasst, was Einheit, Termin und Fahrzeugklasse bewirken und wie Serien funktionieren.

Stand: 26. Oktober 2026

Was ein Bedarf ist

Ein Bedarf ist eine Zeile in einem Bauauftrag. Er bekommt beim Speichern eine eigene Nummer, z. B. „B-10001“. Nach dieser Nummer kannst du in den Aufträgen und in der Disposition suchen.

Anlieferung
Material kommt auf die Baustelle. Der Ort ist die Ladestelle, z. B. ein Kieswerk.
Abtransport
Material geht von der Baustelle weg. Der Ort ist die Abladestelle, z. B. eine Deponie oder Grube.
Regie
Arbeit nach Stunden auf der Baustelle, etwa ein LKW oder ein Gerät für einen Tag. Ohne Ort, gezählt in Stunden.

Hin und zurück sind zwei Bedarfe. Bringt ein LKW morgens Schotter und nimmt nachmittags Aushub mit, legst du eine Anlieferung und einen Abtransport an. Transporte von Geräten und Containerdienste sind eigene Arten von Bedarfen; sie stehen im Artikel zu Transporten und Containern.

Bedarfe in der Tabelle erfassen

Bedarfe für Material und Regie entstehen als Zeile in der Tabelle unter Bau → Aufträge. Auch „Neuer Bedarf“ im geöffneten Auftrag führt dorthin.

  1. Neue Bedarfszeile öffnen

    F9 hängt einen Bedarf an den zuletzt benutzten Auftrag an. Alternativ Enter im Titel des Auftrags oder ein Klick auf „Bedarf hinzufügen“ unter dem Auftrag.

  2. Art wählen

    Anlieferung, Abtransport oder Regie. Vorbelegt ist die Art des vorigen Bedarfs im Auftrag, sonst Anlieferung.

  3. Material und Menge

    In „Bezeichnung“ suchst du das Material. Die Einheit kommt vom Material.

  4. Ort wählen

    Bei Anlieferung die Ladestelle, bei Abtransport die Abladestelle.

  5. Termin prüfen

    Vorbelegt ist heute. Bei Baustellen ohne Termin steht „Ohne Termin“.

Sobald Material, Menge, Ort und Tag da sind, speichert Enter den Bedarf und hängt gleich die nächste leere Zeile desselben Auftrags an. Mit Tab gehst du durch die Spalten: Art, Bezeichnung, Menge, Einheit, Fahrzeug, Merkmale, Ort, Termin, Uhrzeit, Notiz. In der letzten Zelle fragt MOSI „Bedarf speichern?“. Fehlt noch etwas, springt der Cursor in die erste fehlende Zelle.

Findet die Materialsuche nichts, bietet sie an, das Material anzulegen. Ein kleines Fenster fragt Nummer, Bezeichnung, Einheit, Transportart und Materialgruppe ab. „Ausführlich anlegen …“ öffnet das vollständige Material.

Mit dem Recht, Preise zu sehen, zeigt der Hinweis beim Überfahren der Zelle „Ort“ den Preis für dieses Material an diesem Ort.

Menge und Einheit

Anlieferung und Abtransport zählen in t, m³ oder Fuhren. Regie zählt immer in Stunden.

  • Die Einheit des Materials geht immer.
  • Fuhren gehen immer. Dann zählt jede Fuhre als 1, egal wie viel geladen war.
  • Die jeweils andere Einheit von t und m³ geht nur, wenn am Material eine Schüttdichte steht. MOSI rechnet die Fuhren dann um.
Bedarf in m³, Fuhren in t
  • Material Kies 16/32, geführt in t, Schüttdichte 1,6 t/m³
  • Bedarf: 20 m³
  • Gefahren: zwei Fuhren mit 16 t und 8 t, zusammen 24 t
  • 24 t ÷ 1,6 t/m³ = 15 m³

Gefahren sind 15 m³ von 20 m³, es fehlen 5 m³.

Ohne Schüttdichte am Material lehnt MOSI die andere Einheit ab. Trag die Dichte am Material nach oder bestelle in der Einheit des Materials.

Lade- und Abladestelle

Als Ladestelle kommen Orte mit der Rolle Ladestelle in Frage, als Abladestelle Orte mit der Rolle Abladestelle, etwa Kippen, Deponien und Gruben. Die eigene Baustelle ist nie Ziel eines Abtransports.

Soll Boden von einer Baustelle zu einer anderen, muss das in den Einstellungen erlaubt sein: Verwaltung → Organisation → Bau, „Abtransport zu einer anderen Baustelle“. Ohne diese Einstellung gehen Abtransporte nur zu Kippen, Deponien und Gruben.

Wechselst du bei einem gespeicherten Bedarf die Art von Anlieferung auf Abtransport, wandert der Ort mit, wenn er auch die andere Rolle hat. Sonst zeigt die Zelle „Ort fehlt“, und MOSI speichert Art und Ort erst zusammen, wenn du einen passenden Ort gewählt hast.

Regie hat keinen Ort, die Baustelle ist der Ort. Das Material ist bei Regie optional.

Termin und Uhrzeit

am
Genau an diesem Tag.
ab
Ab diesem Tag ohne Ende. Der Bedarf wird nie überfällig. In der Disposition erscheint er erst ab dem Tag und bleibt, bis er erledigt ist.
von – bis
Irgendwann in diesem Zeitraum. Im Kalender klickst du erst den Beginn, dann das Ende.
Ohne Termin
Nur bei Baustellen, deren Typ keinen Termin verlangt.

Die Uhrzeit ist eine Lieferzeit von bis, z. B. 7 bis 9 Uhr, und gilt an jedem Tag des Termins. „ganztags“ heißt ohne Uhrzeit. Hat der Bedarf keine eigene Lieferzeit, gilt die des Auftrags.

Fahrzeug, Merkmale und Ablauf

Fahrzeug
Die verlangte Fahrzeugklasse. Leer heißt egal. So bestellst du etwa „2 Fuhren mit Sattelkipper“. Die Auswahl zeigt Nutzlast und Volumen der Klasse.
Merkmale
Verlangte Ausstattung, z. B. Thermoauflieger. Mehrere sind möglich.
Ablauf
„So oft es geht“ ist der Standard: die Disposition fährt, so schnell sie kann. „Takt“ legt fest, alle wie viele Minuten ein Fahrzeug kommen soll, zwischen 5 und 240 Minuten. Den Ablauf änderst du im Formular des Bedarfs; in der Tabelle lässt sich die Spalte „Modus“ einblenden.
Notiz
Hinweise für Disposition und Fahrer. Enter speichert, Umschalt + Enter beginnt eine neue Zeile.

Aus der Fahrzeugklasse schätzt MOSI, wie viele Fuhren noch nötig sind. Sie hilft der Disposition, passende LKW zu finden; welcher LKW tatsächlich fährt, entscheidet die Disposition.

Fortschritt und Stand

Die Spalte „Fortschritt“ zählt die Fuhren eines Bedarfs. Fährst du mit der Maus darüber, siehst du den Anteil, die Restmenge und die letzten Fuhren. Ein Klick öffnet die Fuhren des Bedarfs.

Bedarf 60 t Frostschutz
  • Fuhre 1: 18,5 t
  • Fuhre 2: 17,5 t
  • Gefahren: 36 t von 60 t

„Gefahren 60 %“, „Rest 24 t“, „2 Fuhren“.

Ungeprüft
Kommt von außen, etwa als Nachbestellung aus der Fahrer-App. Freigeben kannst du ihn im Auftrag unter „Bedarfe“ mit Rechtsklick → „Freigeben“, wenn du das Recht zum Prüfen von Bedarfen hast.
Offen
Wird disponiert und gefahren.
Erledigt
Bestätigt die Disposition, auch im Auftrag mit „Erledigt bestätigen“. Ein Bedarf wird nicht von selbst erledigt, wenn die Menge erreicht ist.
Storniert
Fällt aus, bleibt aber sichtbar. „Wieder öffnen“ macht ihn wieder offen.

Löschen geht nur, solange der Bedarf keine Fuhre hat, auch keine stornierte, und in keinem Rundlauf steckt. Fällt eine Lieferung nur aus, storniere den Bedarf lieber, dann bleibt nachvollziehbar, was bestellt war.

Im erledigten oder stornierten Auftrag lassen sich Bedarfe nicht mehr ändern. Im Auftrag selbst bearbeitest du einen Bedarf mit einem Klick auf die Zeile in einem Formular; dort lässt sich auch die Art eines gespeicherten Bedarfs ändern, solange er keine Fuhren hat und in keinem Rundlauf liegt.

Serien

Eine Serie ist ein wiederkehrender Bedarf, etwa „täglich Montag bis Freitag 40 t Beton“. Die Serien eines Auftrags stehen im Auftrag auf der Seite „Serien“.

  • Die Regel ist täglich oder wöchentlich mit Abstand und Wochentagen, dazu Beginn und Ende. Eine Serie läuft höchstens 731 Tage.
  • MOSI legt die Termine als echte Bedarfe an, immer bis acht Wochen im Voraus, höchstens bis zum Ende der Serie. Das Fenster rückt von selbst weiter.
  • Mit „Feiertage auslassen“ entfallen gesetzliche Feiertage. Welches Bundesland gilt, steht an der Gesellschaft unter „Feiertage (Bundesland)“; ohne eigene Angabe gilt die Vorbelegung der Organisation. Feiertage, die nur in einzelnen Städten gelten, zählen nicht.
  • Änderst du einen einzelnen Termin von Hand, löst er sich von der Serie. Spätere Änderungen an der Regel lassen ihn unberührt.
  • Änderst du die Regel, legt MOSI die künftigen offenen Termine neu an. Vergangene, erledigte, stornierte und von Hand geänderte bleiben.
  • Beim Löschen der Serie wählst du, ob die künftigen Termine mit „Künftige Termine entfernen“ wegfallen. Sonst bleiben sie als einzelne Bedarfe stehen.

Für Regie gibt es keine Serien. Neue Serien lassen sich derzeit in der Tabelle der Aufträge nicht anlegen; vorhandene bearbeitest und löschst du auf der Seite „Serien“ im Auftrag.