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Werksverkauf an Selbstabholer

Verkäufe ab Werk an Laufkundschaft erfassen: Menge, Zahlart und Preis aus der Preisliste, Abgang im Bestand, Storno und was mit Name und Kennzeichen passiert.

Stand: 26. Oktober 2026

Wofür der Werksverkauf da ist

Nicht alles verlässt das Werk auf einem eigenen LKW. Ein Gartenbauer holt 3 t Splitt mit dem Anhänger, ein Nachbar kauft eine Schaufel Sand. Solche Verkäufe ab Werk erfasst du im Reiter „Verkauf“ der Werke-Seite. Jeder Verkauf bucht sofort einen Abgang im Bestand.

Ein Werksverkauf ist ein Beleg mit eigener Nummer aus dem Nummernkreis „Werksverkäufe“, zum Beispiel WV-10001. Menge, Preis und Betrag stehen beim Speichern fest. Ändert sich später die Preisliste, bleibt der Verkauf, wie er ist.

Einen Verkauf erfassen

  1. Reiter öffnen

    Bau → Werke, Werk wählen, Reiter „Verkauf“, dann „Neuer Verkauf“.

  2. „Material“ wählen

    Gesucht wird in den Materialien, die die Gesellschaft des Werks nutzen darf.

  3. Menge eintragen

    „Menge in t“ oder „oder in m³“. Eine Menge in m³ rechnet MOSI über die Dichte um und kennzeichnet sie als geschätzt. Ohne Dichte geht nur t.

  4. „Zahlart“ wählen

    „Bar“, „Karte“ oder „Auf Rechnung“.

  5. „Verkauft am“

    Leer heißt jetzt. Ein Tag in der Zukunft oder vor dem Beginn der Bestandsführung des Werks geht nicht.

  6. „Name“ und „Kennzeichen“

    Beides freiwillig, etwa um den Abholer später zuzuordnen.

  7. Preis prüfen und speichern

    Unter „Preis je t“ steht der Preis aus der Preisliste und der voraussichtliche Betrag. Nach dem Speichern meldet MOSI zum Beispiel „Verkauf WV-10001: 275,65 € netto (14,90 € je t)“.

Jedes Öffnen von „Neuer Verkauf“ ist genau ein Verkauf. Ein Doppelklick auf Speichern oder eine wiederholte Anfrage bei schlechtem Netz bucht nicht doppelt.

Woher der Preis kommt

Den Preis sucht MOSI in den Materialpreisen ab Werk: Preisliste der Gesellschaft, der das Werk gehört, für dieses Material an diesem Werk, gültig am heutigen Tag. Ist der Preis je m³ hinterlegt, rechnet MOSI ihn über die Dichte in einen Preis je t um.

Wählst du „Auf Rechnung“ und einen Kunden, gilt dessen Preisstufe bzw. seine eigene Kundenpreisliste. Bei Bar und Karte gibt es keinen Kunden; dann gilt der allgemeine Listenpreis.

Splitt 2/5, 18,5 t, Listenpreis 14,90 € je t
  • 18,5 t × 14,90 € = 275,65 €

Der Verkauf steht mit 275,65 € netto in der Liste. Die Umsatzsteuer kommt erst auf eine Rechnung.

Kein Preis in der Liste
MOSI zeigt „Für dieses Material gibt es keinen Preis in der Preisliste“ und speichert nicht. Leg erst den Materialpreis an.
Abweichender Preis
Das Feld „Preis je t“ lässt sich nur mit dem Recht „Preise überschreiben“ ändern. Ein Preis unter dem Mindestpreis braucht zusätzlich das Recht „Preise · unter dem Mindestpreis verkaufen“. Der Verkauf trägt dann den Hinweis „Von Hand gesetzter Preis“.

Bar, Karte oder auf Rechnung

Bar und Karte
Der Verkauf wird nur erfasst und im Bestand gebucht. Eine Rechnung entsteht nicht. Kasse, Kassenabschluss und Kartenzahlung bildet MOSI derzeit nicht ab.
Auf Rechnung
Ein Kunde ist Pflicht. Der Verkauf erscheint unter Zur Abrechnung als Quelle „Werksverkauf“ und geht von dort an die Abrechnung. Ihr Stand ist in der Verkaufsliste neben der Nummer zu sehen.

Oben im Reiter stehen „Verkäufe heute“, „Menge heute“ und „Netto heute“. Die Liste filterst du nach „Zahlart“ und „Stand“ („Nur gültige“, „Nur stornierte“) und durchsuchst sie nach Nummer, Material, Name oder Kennzeichen.

Wirkung auf den Bestand

Jeder Verkauf bucht sofort einen Abgang „Werksverkauf“ zum Verkaufszeitpunkt. Reicht der Bestand nicht, bucht MOSI trotzdem, denn das Material ist ja weg. Du bekommst den Hinweis „Bestand ist jetzt negativ (…): der Verkauf ist trotzdem gebucht“.

Ein negativer Bestand nach einem Verkauf deutet meist auf fehlende Produktionsmeldungen hin oder darauf, dass das Material noch nie gezählt wurde.

Einen Verkauf stornieren

  1. Verkauf in der Liste öffnen

    Das Fenster zeigt Material, Menge, Preis und Betrag.

  2. „Grund der Stornierung“ eintragen

    Mindestens 3 und höchstens 200 Zeichen.

  3. „Stornieren“ und bestätigen

    MOSI fragt „Verkauf stornieren?“.

Der Verkauf bleibt mit dem Zeichen „storniert“ und dem Grund sichtbar. Der Abgang im Bestand wird per Gegenbuchung aufgehoben. Ein Verkauf lässt sich nur einmal stornieren und danach nicht wiederherstellen; erfasse in dem Fall einen neuen. Ändern lässt sich ein gespeicherter Verkauf nie, auch nicht Menge oder Zahlart. Dafür stornierst du und erfasst neu.

Verkauf aus einer Wiegung

Hat das Werk eine angeschlossene Waage, landen Selbstabholer dort als Wiegung ohne Fuhre. Im Reiter „Waage“ öffnest du die Wiegung und wählst „Als Werksverkauf“. Die Menge kommt dann aus dem Nettogewicht der Waage; du wählst nur Material, Zahlart („Bar“ oder „Karte“) und gegebenenfalls den Preis. Im Verkauf steht danach „Menge von der Waage (Schein …)“.

Aus einer Wiegung geht nur Bar oder Karte, und nur bei einer Wiegung beim Beladen. Für Rechnungskunden erfasst du den Verkauf im Reiter „Verkauf“ und trägst die Menge vom Wiegeschein ein.

Name, Kennzeichen und Rechte

Name und Kennzeichen sind personenbezogen. MOSI entfernt sie nach 36 Monaten von selbst; der Verkauf mit Datum, Material, Menge, Preis, Zahlart und Nummer bleibt erhalten. In der Liste steht bei solchen Verkäufen ein Hinweis, dass Name und Kennzeichen nach der Aufbewahrungsfrist entfernt sind.

Für den Reiter brauchst du das Recht „Werk: Werksverkauf“. Die Vorlagen Disposition und „Nur lesen“ enthalten es nicht; Verkäufe sieht und erfasst dort nur, wer das Recht ausdrücklich bekommt.