Der Bau-Tag in der Fahrer-App
In MOSI Drive arbeitet der Fahrer seinen Tag ab: Fuhren melden, Wiegeschein fotografieren, Lieferschein unterschreiben lassen, Regie-Stunden erfassen, nachbestellen und den Tagesbericht einreichen. Was er sieht, was im Büro ankommt und was ohne Netz passiert.
Stand: 26. Oktober 2026
Was der Fahrer sieht
Fahrer arbeiten in der App MOSI Drive für iPhone und Android. Sie melden sich mit Anmeldenummer und PIN an. Für den Bau braucht der Fahrer kein Recht in MOSI. Entscheidend ist die Besatzung: Er sieht genau das, was an einem Tag auf einem Fahrzeug liegt, zu dessen Besatzung er an diesem Tag gehört.
- Der Tab „Heute“ zeigt den Tagesablauf: die Zuweisungen und Rundläufe seiner Fahrzeuge in Reihenfolge, je Eintrag Baustelle, Material, Lade- und Abladestelle, Menge und Termin.
- Gehört er an einem Tag zu mehreren Fahrzeugen, sieht er alle. Ein Zweitfahrer sieht dasselbe wie der Erstfahrer.
- Ansehen kann er den Tagesablauf von gestern bis eine Woche voraus. Melden geht nur für heute und gestern.
- Preise, Kundenkonditionen und andere Fahrer zeigt die App nie.
- Stornierte Bedarfe und Aufträge fallen aus dem Tagesablauf. Bei pausierten Aufträgen zeigt die App „Auftrag pausiert“ und nimmt keine Meldung an.
Sieht ein Fahrer seine Fuhren nicht, liegt es fast immer an der Besatzung. Prüfe in der Disposition, ob er an diesem Tag in der Besatzung des LKW steht, dem der Bedarf zugewiesen ist.
Eine Fuhre melden
- „Geladen“
Am Werk tippt der Fahrer auf „Geladen“. Damit entsteht die Fuhre im Büro. Menge und Wiegeschein-Nr. sind optional; ohne Menge nimmt MOSI die Nutzlast des Fahrzeugs.
- Wiegeschein erfassen
Er fotografiert den Wiegeschein. Die App liest Netto und Nummer aus und zeigt „Vom Schein gelesen – bitte prüfen“. Erkennt sie nichts und hat deine Organisation eine KI-Verbindung, liest „Mit KI lesen“ das Foto noch einmal. Übernommen wird erst mit „Übernehmen“.
- „Abgeladen“
An der Baustelle bzw. Abladestelle meldet er „Abgeladen“.
- Unterschrift
Der Empfänger gibt Name in Klarschrift und Rolle an und unterschreibt auf dem Handy. Ist niemand da, wählt der Fahrer „Niemand angetroffen“ und fotografiert die Abladestelle. Den Standort speichert die App nur, wenn der Fahrer es erlaubt.
Nach der Unterschrift geht der Lieferschein wie eingestellt an den Kunden. Mit „Lieferschein“ kann der Fahrer ihn als PDF zeigen. Für die nächste Ladung tippt er auf „Neue Fuhre laden“. Eine Fuhre korrigieren kann er, bis sie unterschrieben oder abgerechnet ist.
- Ist die Menge deutlich höher als die Nutzlast, fragt die App nach. Gesperrt wird nichts.
- Gibt es die Wiegeschein-Nr. schon an einer anderen Fuhre, warnt die App.
- Ist die letzte Fuhre noch nicht abgeladen, fragt die App vor einer neuen.
- Kommt die Menge von der Waage eines eigenen Werks, steht sie fest und ist in der App nicht änderbar.
Das Ergebnis der Texterkennung ist nur ein Vorschlag. Die Menge der Fuhre ist immer die, die der Fahrer bestätigt. An der Fuhre ist festgehalten, ob sie per Texterkennung, KI oder von Hand kam.
Regie-Stunden erfassen
Bei einer Regie-Zuweisung gibt es statt „Geladen“ die Knöpfe „Beginnen“ und „Beenden“. Beim Beenden trägt der Fahrer Ende, die tatsächliche Pause und die Tätigkeit ein. Mit „Unterschrift Polier“ bestätigt der Polier die gezeigten Stunden. Daraus entsteht der Regiebericht.
Auf der Baustelle
- „Baustelle“
- Zeigt die Punkte der Baustelle mit „Navigieren“, die für Fahrer freigegebenen Dokumente und die Fotos. Mit „Foto hinzufügen“ schlägt der Fahrer ein Foto vor; das Büro prüft es, bevor es freigegeben wird.
- „Nachbestellen“
- Der Fahrer wählt Auftrag, Material, Menge, Termin („Heute“, „Morgen“ oder „Anderer Tag“) und eine Notiz. Es entsteht ein ungeprüfter Bedarf, und die Disposition bekommt eine Meldung. Mit „Selbst fahren“ übernimmt er ihn gleich auf seinen LKW, wenn die Fahrzeugklasse passt.
- „Container abholen“
- Nur wenn auf der Baustelle ein Container steht, der zu einer seiner Gesellschaften gehört. Es entsteht ein Bedarf zum Abziehen.
- „Anrufen“
- Ruft den Polier bzw. Ansprechpartner der Baustelle an, wenn eine Nummer hinterlegt ist.
Nachbestellen geht nur an offenen Aufträgen, auf denen der Fahrer heute oder gestern fährt oder deren Gesellschaft eines seiner Fahrzeuge nutzen darf. Einen neuen Auftrag kann er nicht anlegen. Ist dasselbe Material für heute schon nachbestellt, weist die App darauf hin. Ungeprüfte Bedarfe gibst du im Auftrag unter „Bedarfe“ mit „Freigeben“ frei.
Weitere Funktionen
- Wartezeit
- An Werk, Baustelle und Abladepunkt meldet der Fahrer „Angekommen“ und „Abgefahren“. Daraus entstehen Wartezeiten, die die Disposition bestätigt.
- Wiegeschein vom Werk
- Kommt der Schein von der Waage eines eigenen Werks, meldet der Fahrer „Stimmt“ oder „Stimmt nicht“. Das Büro sieht die Rückmeldung an der Fuhre; Menge und Wiegung ändern sich dadurch nicht.
- Auflieger wechseln
- Der Fahrer wählt einen freien Auflieger aus der Liste oder scannt den QR-Code am Auflieger. Die Disposition wird informiert.
- Nachtrag zur Unterschrift
- Legt das Büro einen Nachtrag in der App vor, kann der Polier ihn auf dem Handy freigeben oder ablehnen.
- Begleitschein
- Bei Abfall fotografiert der Fahrer den Begleitschein, auch mehrseitig.
Den Tag abschließen
Im Tab „Tagesbericht“ legt der Fahrer seinen Bericht für heute oder gestern an. Zeilen aus Fuhren und Regie sind schon da, Beginn und Ende kommen aus der ersten und letzten Meldung. Die Pause trägt er selbst ein, sie wird nicht geschätzt. Mit „Einreichen“ geht der Bericht zur Prüfung; danach kann er ihn nur noch ändern, wenn er zurückgeschickt wird.
Unter „Noch offen“ zeigt der Bericht, was fehlt: zum Beispiel Fuhren, die nur geladen sind, oder Regie ohne Unterschrift. Das sind Hinweise; einreichen geht trotzdem.
Ohne Netz
Fuhren, Unterschriften und Fotos speichert die App auch ohne Verbindung und zeigt „Gespeichert – wird gesendet“. Sobald wieder Netz da ist, schickt sie alles nach. Jede Meldung trägt die Uhrzeit vom Gerät, deshalb stimmen die Zeiten auch, wenn sie später ankommen.
Einiges braucht Netz und ist ohne Verbindung gesperrt: Nachbestellen und Container abholen, Regie-Stunden und das Korrigieren einer Fuhre.
Wie lange MOSI verspätete Meldungen noch annimmt, stellst du unter Verwaltung → Organisation → Bau bei „Meldungen nach Netzausfall annehmen“ ein, zwischen 1 und 168 Stunden, Vorgabe 72 Stunden ab dem Tag der Fuhre. Ältere Meldungen weist MOSI ab; das Büro trägt sie dann nach.
Meldet sich ein Fahrer ab, solange noch etwas nicht gesendet ist, fragt die App nach. Mit „Abmelden und verwerfen“ gehen diese Meldungen verloren.