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Werke: Bestand und Bewegungen

Wie MOSI den Bestand deiner eigenen Werke je Material führt: welche Orte als Werk gelten, woraus sich der Bestand zusammensetzt, warum eine Fuhre manchmal nicht gebucht wird und wie du eine Rückfuhr zum Werk planst.

Stand: 26. Oktober 2026

Wofür die Seite Werke da ist

Ein Werk ist ein Ort, an dem deine Firma selbst Material gewinnt, herstellt oder annimmt: ein Kieswerk, eine Aufbereitung, eine Deponie. Für jedes Werk führt MOSI einen Bestand je Material in Tonnen. Fuhren, Produktion, Werksverkauf und Inventur buchen darauf.

Du findest die Seite unter Bau → Werke. Gibt es mehr als ein Werk, wählst du es oben rechts in der Auswahl „Werk wählen“. Darunter stehen die Reiter „Bestand“, „Bewegungen“, „Produktion“, „Inventur“, „Verkauf“ und „Waage“. Reiter, für die dir das Recht fehlt, erscheinen nicht.

Die Werke-Seite gibt es nur im Bau. Halden, Silos oder Lagerplätze innerhalb eines Werks führt MOSI derzeit nicht getrennt; der Bestand gilt für das ganze Werk.

Welche Orte als Werk gelten

Meist musst du nichts tun. Ein Ort wird von selbst zum Werk, wenn beides zutrifft:

  • Seine Art ist „Werk / Produktion“, „Kieswerk / Steinbruch“ oder „Entsorgung / Deponie“.
  • Er gehört einer Gesellschaft deiner Organisation, für die der Bau eingeschaltet ist.

Ändert sich die Art des Ortes oder seine Gesellschaft, gleicht MOSI das ab. Ein automatisch angelegtes Werk verschwindet wieder, wenn nichts daran hängt. Hat es schon Bestand, Wiegungen oder Aufträge, bleibt es Werk. Archivierte Orte stehen nicht auf der Werke-Seite.

Für Sonderfälle kannst du eine Baustelle von Hand zum Werk machen. Öffne die Baustelle und setze den Haken „Ist ein eigenes Werk“. Der Haken erscheint nur, wenn der Kunde der Baustelle eine eigene Gesellschaft ist. Bei einem automatischen Werk ist er gesperrt; dort änderst du Art oder Gesellschaft am Ort.

Der Bestand beginnt mit dem Tag, an dem der Ort zum Werk wurde. Ältere Fuhren bucht MOSI nicht nach. Den Anfangsbestand legst du mit einer ersten Inventur fest. Bis dahin steht bei den Materialien „Bestand unbekannt“ bzw. keine letzte Inventur.

So entsteht der Bestand

Der Bestand eines Materials ist die Menge der letzten abgeschlossenen Inventur plus alle Bewegungen danach. Die Inventur ist also der Anker; alles davor zählt nicht mehr.

Zugang (Fuhre)
Eine Fuhre wird am Werk abgeladen, etwa eine Rückfuhr von der Baustelle oder angenommenes Material.
Abgang (Fuhre)
Eine Fuhre wird am Werk beladen und an ihrem Ziel abgeladen.
Produziert und Verbraucht
Aus einer gemeldeten Produktionsmeldung.
Werksverkauf
Abgang an einen Selbstabholer.
Inventur-Korrektur
Hält die Abweichung einer Inventur fest. Sie zählt nicht in die Summe, weil die Inventur selbst der neue Anker ist.
Gegenbuchung
Hebt eine frühere Buchung auf, etwa wenn eine Fuhre geändert oder storniert wurde.
Kies 0/8, Inventur am 1. Oktober um 7:00 Uhr: 820 t gezählt
  • Produktion im Oktober: + 350,0 t
  • 12 Fuhren ab Werk zu je 25 t: − 300,0 t
  • Werksverkauf an Selbstabholer: − 18,5 t
  • Rückfuhr von einer Baustelle: + 40,0 t

Bestand: 820 + 350 − 300 − 18,5 + 40 = 891,5 t

Der Bestand wird in Tonnen geführt. Ist eine Fuhre in m³ erfasst, rechnet MOSI über die Dichte des Materials um. 10 m³ bei einer Dichte von 1,8 t/m³ ergeben 18 t. Solche Mengen sind geschätzt und stehen mit „≈“ vor der Zahl. Die Spalte „in m³“ zeigt den Bestand zurückgerechnet, sofern das Material eine Dichte hat.

Der Reiter Bestand

Oben stehen Kennzahlen: „Materialien“, „Mit geschätzter Menge“, „Nicht gebuchte Fuhren“ und, mit dem Recht an der Waage, „Wiegungen in Klärung“. Darunter je Material „Bestand“, „in m³“, „Letzte Inventur“ und „Hinweis“.

„negativ“
Rechnerisch ist mehr abgegangen als gebucht ist. Meist fehlt eine Produktionsmeldung, eine Rückfuhr oder eine Inventur.
„… vor der Inventur“
So viele Bewegungen liegen zeitlich vor der letzten Inventur. Sie sind in der Inventur schon enthalten und zählen nicht in den Bestand.
„nicht im Sortiment“
Das Material hat Bestand, steht aber nicht im Sortiment des Werks. Im Preisrechner erscheint das Werk für dieses Material dann nur, wenn es einen Preis gibt.

Das Sortiment pflegst du in derselben Tabelle. Mit „+“, F10 oder Alt + N legst du eine Zeile an und suchst das Material nach Nummer oder Name. Zur Auswahl stehen die Materialien, die die Gesellschaft des Werks im Bau nutzen darf. Über das Aktionsmenü einer Zeile nimmst du ein Material mit „Aus dem Sortiment nehmen“ wieder heraus. Material im Sortiment ohne jede Buchung steht mit „ohne Bewegungen“ in der Liste.

Ein Klick auf ein Material öffnet den Reiter „Bewegungen“, gefiltert auf dieses Material. Unter „Optionen“ findest du „Material suchen“ (F3) und „Exportieren“.

Bewegungsbuch

Der Reiter „Bewegungen“ zeigt im Bewegungsbuch jede Buchung mit Zeit, Art, Material, Menge, Herkunft und Hinweis, die neueste oben. Du filterst nach Material und Zeitraum und suchst nach Material, Grund oder Fuhre.

Buchungen werden nie geändert oder gelöscht. Ändert sich eine Fuhre, bucht MOSI eine Gegenbuchung und danach die neue Fassung. In der Spalte „Herkunft“ steht dann zum Beispiel „Fuhre 4711 (Fassung 2)“, die alte Buchung trägt „aufgehoben“, die Gegenbuchung „Gegenbuchung“. So bleibt nachvollziehbar, was wann galt.

  • Gebucht wird, sobald eine Fuhre „abgeladen“ ist. Eine nur geladene Fuhre ändert den Bestand noch nicht.
  • Der Abgang zählt zum Zeitpunkt des Beladens, der Zugang zum Zeitpunkt des Abladens. Fehlt die Uhrzeit, nimmt MOSI die Mittagszeit des Fuhrentags.
  • Fährt eine Fuhre von einem Werk zu einem anderen, bucht MOSI an beiden: Abgang am einen, Zugang am anderen. Liegen Lade- und Abladeort im selben Werk, bucht MOSI nichts.
  • Container, Regie und Stunden buchen keinen Bestand.
  • Die Buchung gehört immer zur Gesellschaft des Werks, nicht zur Gesellschaft des Auftrags.

Fuhren ohne Buchung

Manche abgeladenen Fuhren kann MOSI nicht buchen. Sie stehen im Reiter „Bewegungen“ unter „Nicht gebucht“, mit einem Grund. Im Bestand weist ein Hinweis „Fuhren ohne Buchung“ darauf hin; „Anzeigen“ führt dorthin.

Keine Menge
An der Fuhre steht weder t noch m³.
Keine Dichte
Die Fuhre ist in m³ erfasst, das Material hat aber keine Dichte. Trag die Dichte am Material nach oder die Menge in t an der Fuhre.
Material nicht nutzbar
Das Material der Fuhre ist für die Gesellschaft des Werks nicht freigegeben.

Trägst du an der Fuhre die Menge oder ein anderes Material nach, bucht MOSI sie sofort. Eine nachgetragene Dichte am Material oder eine neue Freigabe ändert die Fuhre selbst nicht; dann holt ein Abgleich im Hintergrund die Buchung nach, der alle sechs Stunden läuft. In der Fuhrenliste eines Auftrags trägt eine solche Fuhre das Zeichen „nicht gebucht“.

Rückfuhr und Zufuhr planen

Soll Material zum Werk zurück, legst du dafür einen Bedarf mit Richtung Abtransport an. Von der Werke-Seite aus geht das direkt:

  1. Einstieg wählen

    Im Reiter „Bestand“ „Rückfuhr anlegen“ für ein beliebiges Material oder im Aktionsmenü eines Materials „Zufuhr einplanen“.

  2. Auftrag wählen

    Im Fenster suchst du den Bauauftrag, zu dem der Abtransport gehört, und bestätigst mit „Bedarf anlegen“.

  3. Bedarf vervollständigen

    MOSI öffnet die Seite Aufträge mit einer neuen Bedarfszeile: Abtransport, dieses Werk als Ziel und, bei „Zufuhr einplanen“, das Material schon eingetragen.

Umgekehrt schlägt MOSI an einem offenen Abtransport-Bedarf passende Werke vor. In der Bedarfstabelle steht dann der Knopf „Werk“, im Aktionsmenü „Werk als Ziel“. Das Fenster „Werk als Ziel“ zeigt bis zu drei Werke, die das Material führen, mit Bestand und Entfernung. „Als Ziel übernehmen“ setzt das Werk als Abladeort.

Der Vorschlag kennt keinen Platz. Ob das Werk die Menge annehmen kann, Annahmezeiten oder Höchstbestände prüft MOSI nicht.

Warnung, wenn der Bestand nicht reicht

Liefert ein Bedarf Material ab einem Werk, vergleicht MOSI den Bestand mit allen offenen Bedarfen desselben Werks und Materials bis zu diesem Tag. Reicht er nicht, zeigt die Bedarfstabelle im Auftrag „fehlt … t“. Ein Klick öffnet den Bestand des Werks. Wurde das Material im Werk noch nie gezählt, steht dort „Bestand unbekannt“.

Sand 0/2, Bestand 140 t
  • Offener Bedarf Baustelle A, Montag: 90 t
  • Offener Bedarf Baustelle B, Dienstag: 80 t

Am Bedarf vom Dienstag steht „fehlt 30 t“ (90 + 80 − 140). Der Bedarf vom Montag hat keinen Hinweis.

Die Warnung ist nur ein Hinweis. Fuhren lassen sich trotzdem planen und fahren. Bedarfe, die in Fuhren statt in t oder m³ bestellt sind, kann MOSI nicht umrechnen und lässt sie bei der Summe weg. Ohne Leserecht am Werk siehst du keine Warnung.

In der Disposition erscheint außerdem ein Hinweis, wenn eine Waage Wiegungen gemeldet hat, die noch geklärt werden müssen. Mehr dazu im Artikel zur Werkswaage.

Export und Rechte

Unter „Optionen“ → „Exportieren“ lädst du eine CSV-Datei für Excel herunter. Zur Wahl stehen „Bestand“ (Stand heute je Material), „Bewegungen“, „Verkäufe“ und „Wiegungen“. Ein Zeitraum darf höchstens ein Jahr lang sein. Exporte von Verkäufen und Wiegungen enthalten Namen und Kennzeichen und werden protokolliert.

Werk: Bestand
Seite, Bestand, Bewegungen und Export von Bestand und Bewegungen ansehen.
Werk: Produktionsmeldung
Reiter „Produktion“.
Werk: Inventur
Reiter „Inventur“.
Werk: Werksverkauf
Reiter „Verkauf“.
Werk: Waage
Reiter „Waage“.

Die Vorlage Disposition darf Bestand, Produktion und Inventur lesen, aber nichts melden oder zählen. Verkauf und Waage sind in den Vorlagen der Leitung vorbehalten. Schreiben kann man nur in der Gesellschaft, der das Werk gehört. Eine andere Gesellschaft mit Freigabe sieht die Zahlen, ändert aber nichts.