Regie: Arbeit nach Stunden und Regieberichte
Regie heißt, LKW, Geräte oder Personal werden nach Stunden abgerechnet. Wie du Regiepositionen und Regie-Bedarfe anlegst, wie der Fahrer die Stunden in der App erfasst und unterschreiben lässt und was mit dem Regiebericht passiert.
Stand: 26. Oktober 2026
Leistung oder Regie
Im Bau wird auf zwei Arten abgerechnet. Bei Leistung zählt, was geliefert wurde: Tonnen, Kubikmeter oder Fuhren. Bei Regie zählt die Zeit: Ein Bagger mit Fahrer arbeitet sieben Stunden auf der Baustelle, ein LKW fährt einen Tag lang nach Anweisung des Poliers. MOSI kennt dafür drei Bausteine.
- Regieposition
- Steht im Auftrag und legt fest, was nach Stunden läuft und zu welchem Satz, z. B. „Bagger 20 t mit Fahrer“.
- Regie-Bedarf
- Ein Bedarf der Art „Regie“: an diesem Tag soll ein LKW oder Gerät so viele Stunden auf der Baustelle arbeiten. Ihn plant die Disposition.
- Regie-Nachweis
- Beginn, Ende, Pause und Tätigkeit, vom Fahrer in der App erfasst und vom Polier unterschrieben. Daraus entsteht der Regiebericht als PDF.
Die Art des Auftrags („Leistung“ oder „Regie“) stellst du im Auftrag unter „Allgemein“ ein. Bei „Regie“ brauchen auch die Fuhren Zeiten: In der Fuhrentabelle sind „Geladen“ und „Abgeladen“ eingeblendet, eine fehlende Zeit steht gelb als „fehlt“. Gesperrt wird dadurch nichts. Regiepositionen gibt es in beiden Arten.
Regiepositionen anlegen
- Auftrag öffnen, Seite „Regie“
Unter „Regiepositionen“ stehen alle Positionen in der Reihenfolge der Abrechnung.
- „Position hinzufügen“
Art wählen: Gerät, Personal, Lkw oder Sonstiges.
- Bezeichnung eingeben
Pflicht, z. B. „Bagger 20 t mit Fahrer“.
- Fahrzeugklasse und Satz
Bei Gerät und Lkw wählst du die Fahrzeugklasse. Ohne Wahl unter „Satz“ gilt der Satz der Klasse aus der Preisliste. Bei Personal wählst du den Satz aus der Preisliste oder den Projektpreisen; ohne Wahl gilt der Satz, der zur Bezeichnung passt.
- Stunden
„Geplante Stunden“ und, sobald bekannt, „Ist-Stunden“. Die Ist-Stunden trägst du von Hand ein.
Die Reihenfolge der Positionen änderst du per Ziehen. Hängen Geräte aus der Gerätedisposition an einer Position, siehst du ihre Belegungen darunter. Wird eine Position entfernt, an der noch eine Belegung hängt, steht diese unter „Belegungen ohne Position“; ändern lässt sie sich in der Bau-Disposition.
Regie-Bedarfe planen
Einen Regie-Bedarf legst du wie jeden Bedarf als Zeile in Bau → Aufträge an, mit der Art „Regie“. Die Menge sind Stunden, z. B. 8 h. Einen Ort gibt es nicht, die Baustelle ist der Ort. Das Material ist optional; die Fahrzeugklasse sagt, welcher LKW oder welches Gerät gebraucht wird.
- In der Disposition steht der Regie-Bedarf in der Seitenleiste und lässt sich einem LKW und Tag zuweisen, ohne Strecke.
- Fuhren gibt es zu Regie-Bedarfen nicht. Die Spalte „Fortschritt“ zeigt „– h erfasst“.
- Regie-Bedarfe stecken nie in einem Rundlauf, und es gibt keine Serien dafür.
Der Nachweis in der Fahrer-App
- „Beginnen“
Der Fahrer startet die Regie-Zuweisung beim Arbeitsbeginn. Die App zeigt „Läuft seit …“.
- „Beenden“
Er trägt Ende, die tatsächliche Pause und die Tätigkeit ein. „Zeiten ändern“ geht, bis unterschrieben ist.
- „Unterschrift Polier“
Der Polier unterschreibt die gezeigten Stunden mit Name in Klarschrift. Ist niemand da, meldet der Fahrer „Niemand angetroffen“ mit einem Foto.
Im Büro siehst du die Nachweise im Auftrag auf der Seite „Regie“ unter „Nachweise aus der App“: Tag, LKW, Zeit mit Stunden, Unterschrift und Tätigkeit. Die Pause steht im Hinweis an der Zeit.
- Beginn 7:00 Uhr, Ende 16:00 Uhr, Pause 60 min
- Gearbeitet: 9 h − 1 h = 8 h
- Satz der Regieposition: 95,00 € je Stunde
8 h × 95,00 € = 760,00 € netto in der Abrechnung.
Unterschreibt der Polier, sind die Stunden fest. Muss der Fahrer danach noch etwas ändern, hebst du die Unterschrift im Büro auf: Rechtsklick → „Unterschrift aufheben …“ mit Grund. Der Fahrer kann dann die Zeiten ändern und neu unterschreiben lassen. Ist der Nachweis schon abgerechnet, geht das nicht mehr.
Der Regiebericht
Direkt nach der Unterschrift erzeugt MOSI den Regiebericht als PDF, auch bei „Niemand angetroffen“. Er bekommt eine eigene Nummer, z. B. „RB-10001“, und enthält Gesellschaft, Auftrag, Baustelle, Bedarf, Tag, LKW, Beginn, Ende, Pause, Stunden, Tätigkeit und die Unterschrift bzw. das Foto. Preise stehen nicht darauf.
- Zugestellt wird wie beim Lieferschein an die Empfänger der Baustelle, sofort oder abends ab 18 Uhr gesammelt. Der Regiebericht hängt immer als PDF an der Mail, nie als Link.
- Gibt es keine Empfänger, wartet der Bericht bis zu 14 Tage. Kommen in dieser Zeit Empfänger dazu, geht er dann raus.
- Ist die Zustellung gescheitert, steht am Tag die rote Marke „Mail“. Der Hinweis nennt den Fehler.
- Rechtsklick → „Regiebericht ansehen“ öffnet das PDF, „Regiebericht erneut senden“ schickt ihn noch einmal.
Hebst du die Unterschrift auf, wird der Regiebericht ungültig. Nummer und Datei bleiben im Hintergrund erhalten, er wird aber nicht mehr ausgeliefert. Die neue Unterschrift ergibt einen neuen Bericht mit neuer Nummer. Lücken in der Nummernfolge sind deshalb normal.
Was abgerechnet wird
In die Abrechnung gehen die Regie-Nachweise aus der App: die gearbeiteten Stunden mal dem Satz der Regieposition. MOSI nimmt dafür die Position vom Typ Lkw oder Gerät mit der Fahrzeugklasse des eingesetzten Fahrzeugs, sonst die mit der Klasse des Bedarfs.
- Gibt es keine passende Regieposition mit Satz, fehlt der Preis, und der Nachweis bleibt in der Abrechnung gesperrt.
- Nur eine Unterschrift zählt. Ein Nachweis mit „Niemand angetroffen“ bleibt gesperrt, bis die Abrechnung ihn mit „Ausnahme freigeben …“ und Grund freigibt.
- Gehört der Bedarf zu einem Nachtrag, der noch nicht freigegeben ist, wartet der Nachweis, bis der Nachtrag freigegeben ist.
Die gearbeiteten Minuten übernimmt auch der Tagesbericht des Fahrers, vor den geplanten Stunden.