Wartezeiten
Fahrer melden in der Driver-App „Angekommen“ und „Abgefahren“. Wie MOSI daraus die abrechenbare Zeit rechnet, wie du Wartezeiten bestätigst, erlässt oder korrigierst und wann sie auf die Rechnung kommen.
Stand: 26. Oktober 2026
Grundprinzip
Muss ein LKW am Werk, an der Baustelle oder am Abladepunkt warten, kostet das Zeit. Diese Zeit kann dem Kunden berechnet werden. Dazu meldet der Fahrer an jeder Station per Knopf, wann er angekommen und wann er abgefahren ist. Die Disposition prüft die Zeiten und bestätigt sie. Nur bestätigte Zeiten gehen an die Abrechnung.
MOSI ortet dafür niemanden. Es zählen nur die Knöpfe in der App, kein Standort und keine Geofence. Der Fahrer sieht in der App weder Minuten noch Beträge.
Was der Fahrer meldet
In der Driver-App gibt es an der Fuhre die Knöpfe „Angekommen“ und „Abgefahren“, getrennt für drei Stationen:
- Werk
- Der Ladeort, etwa eine Kiesgrube oder ein Asphaltwerk.
- Baustelle
- Die Baustelle des Auftrags.
- Abladepunkt
- Ein eigener Abladeort, z. B. eine Kippe oder ein Punkt auf dem Gelände.
Vergisst der Fahrer „Abgefahren“, schließt MOSI die Zeit vorläufig selbst: Beim Laden endet die Wartezeit am Werk, beim Abladen die an Baustelle und Abladepunkt. Solche Zeiten tragen als Quelle „Vorläufig (beim Abladen)“. Ohne „Angekommen“ entsteht keine Wartezeit.
Meldungen, die ohne Netz entstehen, schickt die App nach. Wie lange MOSI solche Meldungen noch annimmt, stellst du unter Verwaltung → Organisation → Bau in der Gruppe „Driver-App“ ein. Für eine schon abgerechnete Fuhre nimmt MOSI keine Meldung mehr an.
So wird gerechnet
Aus Ankunft und Abfahrt ergibt sich die Dauer in vollen Minuten. Davon gehen die Freiminuten der Station ab. Was übrig bleibt, wird auf den nächsten vollen Takt aufgerundet. Das Ergebnis ist die abrechenbare Zeit.
- „Freiminuten am Werk“
- Vorgabe 30 Minuten.
- „Freiminuten an Baustelle und Abladepunkt“
- Vorgabe 15 Minuten.
- „Takt“
- Vorgabe 15 Minuten. Jeder angefangene Takt zählt voll.
Die Werte stellst du unter Verwaltung → Organisation → Bau in der Gruppe „Wartezeit“ ein. Bestätigte Zeiten ändern sich nicht, wenn du die Werte später änderst.
- Dauer: 52 min
- abzüglich Freiminuten: 52 − 15 = 37 min
- aufgerundet auf 15er-Takt: 3 Takte = 45 min = 0,75 h
- Betrag: 0,75 h × 78,00 € = 58,50 €
Abrechenbar sind 45 Minuten, netto 58,50 €.
- Dauer: 25 min
- Freiminuten am Werk: 30 min
Abrechenbar sind 0 Minuten. Die Zeit bleibt sichtbar, kostet den Kunden aber nichts.
Den Preis je Stunde pflegst du unter Bau → Leitung → Preise → Regie und Personal in der Gruppe „Wartezeit“. Ein Projektpreis am Auftrag oder an der Baustelle geht der Preisliste vor.
Prüfen, bestätigen, erlassen
Die Seite Wartezeiten zeigt zuerst alle offenen Zeiten. Oben stehen drei Kacheln: „Bestätigt, abrechenbar“, „Noch offen“ und „Eigene Werke (intern)“. Jede Zeile nennt Tag, Fuhre, Baustelle und Kunde, Station, Fahrer und Fahrzeug, die Uhrzeiten und unter „Dauer · abrechenbar“ beide Werte, wenn sie sich unterscheiden.
- Zeilen markieren
Auch mehrere auf einmal. Mit „Filter“ grenzt du nach „Stand“, „Station“ und Tag ein.
- „Bestätigen“ wählen
Nur offene Zeiten mit Abfahrt lassen sich bestätigen. Was nicht ging, nennt die Meldung danach, z. B. „2 nicht bestätigt: schon entschieden, ohne Abfahrt oder ohne Recht.“
- Oder „Erlassen …“
Für eine einzelne Zeit, mit Pflichtgrund. Eine erlassene Zeit geht nicht an die Abrechnung, der Grund steht im Verlauf.
„Wieder öffnen“ setzt eine bestätigte oder erlassene Zeit zurück auf „Offen“, solange sie noch nicht in einem Rechnungsentwurf steht.
- „nachgemeldet“
- Die Ankunft wurde mehr als 15 Minuten nach der angegebenen Uhrzeit gemeldet. Die Zeit stammt vom Gerät des Fahrers. Prüf sie vor dem Bestätigen.
- „ungewöhnlich lang“
- Die Wartezeit dauert länger als 6 Stunden.
- „angehoben“
- MOSI hat eine unplausible Gerätezeit begrenzt, etwa vor Tagesbeginn, in der Zukunft oder vor der letzten Abladung des Fahrzeugs.
Solche Zeilen tragen zusätzlich die Marke „prüfen“. Fährst du mit der Maus über den Stand, siehst du den Grund und die Uhrzeit der Meldung.
Zeiten korrigieren
Stimmt eine offene Zeit nicht, wählst du „Korrigieren …“. Du änderst „Station“, „Angekommen“ und „Abgefahren“ und gibst einen „Grund der Korrektur“ an. Der Tag bleibt der Tag der Fahrt. MOSI rechnet die Dauer neu, die Quelle lautet danach „Dispo korrigiert“.
- Korrigieren lassen sich nur offene Zeiten. Eine bestätigte Zeit öffnest du erst wieder.
- Die Abfahrt darf nicht vor der Ankunft liegen.
- Je Fuhre gibt es je Station nur eine Wartezeit. Gibt es für die neue Station schon eine, lehnt MOSI die Korrektur ab.
Eigene Werke
Gehört eine Fuhre zu einem eigenen Werk, also einer Baustelle, die ein Werk ist und deren Kunde eine Gesellschaft deiner Organisation ist, sind ihre Wartezeiten „intern“. Du bestätigst sie wie andere, sie werden aber nie berechnet. Sie dienen nur der Auswertung und stehen in der Kachel „Eigene Werke (intern)“.
Weg in die Abrechnung
Eine bestätigte, berechenbare Wartezeit wird eine Leistung auf der Seite „Zur Abrechnung“. Bereit ist sie, sobald ein Preis für Wartezeit gefunden ist. Fehlt der Preis, steht sie dort als „Preis fehlt“. Auf der Rechnung steht sie als eigene Position unter der Fuhre.
Steht die Zeit schon in einem Rechnungsentwurf oder ist sie abgerechnet, ist die Zeile gesperrt und trägt ein Schloss. Ändern geht dann nicht mehr. Über „Korrektur melden …“ gibst du der Abrechnung Bescheid.
Die Seite Wartezeiten steht derzeit nicht in der Seitenleiste. Du erreichst sie über die Adresse /bau/wartezeiten. Die Wartezeit der Fuhren siehst du außerdem in den Tagesberichten der Fahrer.
Ansehen, korrigieren und bestätigen sind drei getrennte Rechte: „Wartezeiten · ansehen“, „bearbeiten“ und „bestätigen“. Erlassen und wieder öffnen gehören zum Recht „bestätigen“. Sie gelten je Gesellschaft des Auftrags.